Arbeitskräftemangel: Einwanderung und Qualifikation sollen helfen

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Die Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland nimmt ab. (© LE image) Fotolia.com)

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland wird in den kommenden Jahren stark sinken. Trotz Einwanderung und zunehmender Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren sinkt die Zahl der Arbeitskräfte bis zum Jahr 2025 um voraussichtlich 3,5 Millionen.

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) herausgefunden hat, erwartet den deutschen Arbeitsmarkt eine enorme Personal-Lücke. Selbst bei steigender Erwerbsquote von Frauen und Älteren und einer jährlichen Zuwanderung von 100.000 Personen, wird die Zahl der Erwerbstätigen schrumpfen - von derzeit 44,8 Millionen auf etwa 41,3 Millionen im Jahr 2025.

„Nur Einwanderung kann helfen“

Bis zum Jahr 2050 soll das Erwerbspersonenpotenzial der Untersuchung zufolge sogar um insgesamt zwölf Millionen abnehmen. Auch bei dieser Zahl haben die Forscher die Gegenkräfte (steigende Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren, jährliche Nettozuwanderung) berücksichtigt. „Im Prinzip kann nur die Einwanderung helfen“, glaubt Brigitte Weber, Mitautorin der IAB-Studie.

Übergangsprozess positiv gestalten

„Selbst wenn es gelingt, dass sich mehr Ältere, Frauen, Ausländer und Ausländerinnen am Erwerbsleben beteiligen, muss man sich längerfristig auf eine deutlich kleinere Bevölkerung und ein viel geringeres Arbeitskräftepotenzial einstellen“, warnen die Experten vom IAB. Unternehmer sollten sich also schon heute auf den anstehenden Mitarbeiter-Schwund einstellen.

Auch die Zuwanderung könne dem rückläufigen Trend nur in einem begrenzten Maße entgegenwirken. „Wirtschafts- und gesellschaftspolitische Maßnahmen sollten deshalb vor allem auf eine positive Gestaltung des Übergangsprozesses gerichtet sein“, so die Arbeitsmarktforscher.

Bildung qualifiziert

„Der Rückgang des Arbeitskräfteangebots führt nicht zwangsläufig zu einem Fachkräftemangel im Sinne eines dauerhaften Nachfrageüberschusses gegenüber dem Angebot“, so die Autoren der Studie. Zum einen passe sich der Fachkräftebedarf an die Gegebenheiten an, zum anderen können entsprechende Bildungsanstrengungen die Qualifikation von Arbeitskräften verbessern.

„Die hohe Arbeitslosigkeit von gering qualifizierten Arbeitskräften zeigt, dass ein Teil des an sich vorhandenen Potenzials kaum genutzt wird. Insofern tragen Bildungsanstrengungen längerfristig dazu bei, die Konsequenzen des sinkenden Erwerbspersonenpotenzials für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt zu mildern“, heißt es aus dem IAB. pte/SZ

Externe Links:

Homepage des IAB

Projektion des Arbeitskräfteangebots bis 2050 (Grafik)




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