IT auslagern - Kosten senken

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Wer seine IT in die „Rechnerwolke“ auslagert, kann langfristig viel Geld sparen. (© Ye Liew - Fotolia.com)

Unternehmen können bis zu zwei Drittel Ihrer IT-Kosten einsparen, wenn sie Software und IT-Infrastruktur langfristig an einen externen Dienstleister auslagern. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Die Risiken sind dabei beherrschbar.

Viele Firmen setzen in Sachen Software- und IT-Verwaltung noch auf hausinterne Lösungen. Diese so genannten On-premise-Verfahren (auf deutsch etwa: An Ort und Stelle) sind aber oft zu teuer. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Kostenstudie der myfactory International GmbH, einem Anbieter von Unternehmenssoftware für kleine und mittelgroße Unternehmen.

Der Dienstleister hat eine Studie aus dem Jahr 2009 aktualisiert und präsentiert nun die Daten für 2011. In der neuen Untersuchung wurden die Kosten der Einführung und des Betriebes von ausgelagerten, so genannten SaaS-Lösungen, ins Verhältnis zu vergleichbaren On-premise-Installationen gesetzt.

„SaaS“ steht für „Software as a Service“ und ist eine Anwendung aus dem Cloud-Computing. Dabei werden IT-Infrastrukturen wie Datenspeicher, Netzwerk- und Rechenkapazitäten, aber auch Software ausgelagert. Wichtigstes Resultat der Untersuchung: Über einen längeren Zeitraum betrachtet (in diesem Fall acht Jahre), können SaaS-Anwender ihre IT-Kosten um bis zu 66 Prozent senken.

Zwei Testgruppen im Vergleich

Für den Abgleich wurden Daten von kleinen und mittleren Unternehmen in einer laut myfactory repräsentativen Stichprobe analysiert. Die eine Hälfte der Unternehmen betrieb die IT im eigenen Haus, die andere Hälfte arbeitete im SaaS-Modus.

Bei der zweiten Gruppe kam zum einen „Enterprise Resource Planing“ zum Einsatz: Dabei wird die Steuerung unternehmerischer Ressourcen wie Kapital, Betriebsmittel oder Personal für den Ablauf von Geschäftsprozessen so weit wie möglich optimiert. Auch das so genannte Customer Relationship Management (CRM) wurde von dieser Gruppe genutzt. CRM bedeutet die systematische Optimierung der Beziehungen zu Kunden.

Während als Startinvestitionen bei der Saas-Variante lediglich die Kosten für Arbeitsplatzrechner anfielen, musste bei der On-premise-Lösung auch ein Server inklusive Nebenkosten (z.B. Kühlung, Wartung) sowie die PCs finanziert werden. Auch für deren Einrichtung und Installation entstanden Kosten: gerechnet wurde hier mit einem Stundensatz von 40 Euro. Zusätzlich fielen die Kosten für Softwarelizenzen bei den internen Lösungen ins Gewicht - bei SaaS hingegen nur monatliche Nutzergebühren.

Das Fallbeispiel

Beim hausinternen Betrieb der IT-Infrastruktur waren in dem Fallbeispiel zunächst 19.920 Euro zu investieren. Die SaaS-Anwender benötigten zum Start nur 1700 Euro, also 91 Prozent weniger. Im Falle der internen Nutzung waren zudem Wartungsgebühren für Software und Hardware sowie die Betriebskosten für den Server fällig. Die SaaS-Anwender zahlten für die monatliche Nutzergebühr und die Wartung für den PC.

Das Resultat: Bei interner Nutzung fielen pro Jahr 13.020 Euro an, bei der SaaS-Variante im Schnitt 5340 Euro, also 59 Prozent weniger. Auf das erste Jahr hochgerechnet, kostete SaaS demnach 25.900 Euro oder 79 Prozent weniger. Nach acht Jahren beträgt das Einsparpotential nach dieser Rechnung 83.320 Euro oder 66 Prozent. SZ




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